Erotische Massagen, die Frauen lieben – Anleitung & Tipps

Viele Paare fragen sich, wozu sie sinnliche oder erotische Massage brauchen würden. Sie hätten ein einigermaßen zufriedenstellendes Sexualleben und würden über die meisten Dinge Bescheid wissen. Warum also sollte man sich noch mit der Thematik der erotischen Massage beschäftigen?

Meiner Meinung nach kann man nie zu viel darüber wissen, wie man seiner Liebsten oder seinem Liebsten mehr Freude bereiten kann. Schließlich sind es Menschen in unserem Leben, die wir lieben. Aber es gibt noch weitere Gründe:

Eine erotische Massage kostet nichts außer Zeit:

Viele Menschen denken, für Vergnügen und Freude müsste man Geld ausgeben, doch dem ist nicht so. Genauso wie Sex gehört eine erotische Massage zu den schönsten Dingen im Leben und ist gleichzeitig kostenlos und für jeden zugänglich.

Eine Massage ist ein befriedigender Ersatz für normalen Sex: Viele Paare halten Sex für die einzige Möglichkeit, wie sie ihr Bedürfnis nach Berührung und Sex stillen können. Eine erotische Massage kann ebenso befriedigend und lustvoll sein wie Sex. Außerdem ist dies eine wunderbare Alternative, wenn normaler Sex aus einem der folgenden Gründe schwierig oder nicht möglich ist.

  • Als Überbrückung bei der Menstruation, wenn der Geschlechtsverkehr zu dieser Zeit nicht gewünscht ist.
  • Während der Schwangerschaft, wenn Enthaltsamkeit gewünscht ist.
  • Wenn eine Frau, die ein Kind geboren hat oder ein ärztlicher Eingriff hinter sich hat.
  • Gelegentliche Pilzbefall im Genitalbereich oder ähnliches, wo durch Geschlechtsverkehr schwierig bis unmöglich wird.

Und so weiter…

Sie ist eine wertvolle Ergänzung für das Liebesleben

Gerade in Langzeitbeziehungen kann der sexuelle Umgang miteinander ein wenig langweilig und eintönig werden. Sinnlich erotische Massagen können wieder den Funken in die Beziehung bringen – auch wenn man denkt, man würde einander in- und auswendig kennen. Viele Paare berichten, dass durch die erotische Massage wieder Gefühle geweckt wurden, die lange Zeit eingeschlafen waren. Zudem kann man durch eine erotische Massage neue Lustzonen entdecken, die vorher vielleicht noch unbekannt waren.

Sie macht den Sex aufregender und sinnlicher

Eine Massage ermutigt Paare dazu, sich Zeit und Raum füreinander zu nehmen. Dadurch werden nicht nur emotionale Bedürfnisse befriedigt, sondern auch körperliche. Je mehr Zeit in die Erkundung der erogenen Zonen investiert wird, desto mehr steigt die Spannung und die Erregung. Dies wirkt sich positiv auf das Liebesleben aus. Zudem sorgt eine gekonnte Genitalmassage für unglaubliche Höhenflüge – insbesondere für Frauen! Denn immerhin gelangen zwei Drittel aller Frauen nicht durch normalen Geschlechtsverkehr zum Orgasmus. Der Grund? Mangelnde Stimulation des weiblichen Lustzentrums (Klitoris).

Sie ist lustvoll und entspannend zugleich

Gerade im hektischen Alltag stehen viele von uns dauernd unter Strom und kommen kaum dazu, sich zu entspannen. Doch für eine erotische-sinnliche Massage braucht man Zeit. Für viele Paare ist Sex nicht wirklich entspannend, weil er durch verschiedenste unbewusste (und natürlich auch bewusste) Fragen und Ängste belastet ist.

Diese Gedanken stören zumindest zeitweise das Liebesleben. Mit sinnlicher und erotischer Massage kann man diese Schwierigkeiten beseitigen. Sie stellt für die meisten Paare eine zuverlässige Möglichkeit dar, sich auf einander einzuspielen und sich zu entspannen.

Sie macht glücklich und verlangt nach mehr

Die Haut ist mit einer Oberfläche von rund 1,6 Quadratmetern das größte unserer Sinnesorgane, Millionen von Sinneszellen nehmen jede noch so leichte Berührung war. Über kleinste Tastkörperchen werden Berührungsreize an das Gefühlszentrum des Gehirns weitergeleitet.

Diese Reize setzen dort Glückshormone wie Oxytocin frei, das auch als Kuschelhormon oder Bindungshormon bekannt ist. Dieses Hormon sorgt für einen entspannten und glücklichen Gefühlszustand.

Man kann es zum Beispiel mit der Nikotinsucht vergleichen. Oxytocin ist das Nikotin des Sexs. Je besser der Sex, desto mehr Oxytocin frei. Das sorgt für reichlich Glücksgefühle. Diese halten aber natürlich nicht für immer an, sodass man dieses Glücksgefühl – ähnlich wie bei der Nikotinsucht – nach einer gewissen Zeit (Tage/Stunden) vermisst. Dieser „Drang“ nach Oxytocin bzw. nach Nähe ist ein wichtiger Bindungsfaktor für die Liebesbeziehung und kann sogar Frauen und Männer sexsüchtig machen.

[nextpage title=“2″]

Die 7 wichtigsten Utensilien für eine erotische Massage

Im Grunde kannst du jederzeit und überall massieren, doch im entsprechenden Ambiente wird die Massage natürlich zu einem ganz besonderen Genuss. Damit die erotische Massage zu einem wohltuenden Erlebnis wird, habe ich hier eine Liste erstellt mit all den Dingen, die die tun oder besorgen solltest, bevor es begehrlich zur Sache geht.

Massageöl ist eine wichtige Zutat bei der sinnlichen Massage. Es stimuliert die Sinne und lässt deine Hände reibungslos über den Körper gleiten. Für welches Öl du dich entscheidest, bleibt ganz dir überlassen. Es bietet sich jedoch an, ein Öl zu wählen, dass du sowohl auf den Körper als auch im Genitalbereich verwenden kannst. So musst nicht von einem Produkt aufs Nächste wechseln, wenn du dem Intimbereich näher kommst.

Mein Lieblings-Massage-Öl ist das Traubenkernöl. Es ist natürlich, es enthält keine chemischen Duftstoffe, hat gute Gleiteigenschaften und kann auch für den Intimbereich angewandt werden ohne der Gefahr eine Scheideninfektionen ausgesetzt zu sein. (Viele Tantra-Lehrer und Massöre verwenden es ebenfalls als Massage-Öl)

Aber es gibt auch zahlreiche Alternativen. Schau dich zum Beispiel bei Amazon um. Dort findest du zahlreiche Massageöle, die sich auch für den Intimbereich eignen.

Ein paar Handtücher

Abgesehen von einer passenden Liege sind mindestens zwei Laken oder Handtücher von nöten: eines, um die Liegefläche zu schützen, und eines, um Teile des Körpers, die nicht massiert werden, zuzudecken. Verwende am besten preisgünstige Stücke, denn der eine oder andere Tropfen Öl wird sicher darauf landen. Und noch ein Tipp: Greife zu gemusterten Tüchern, da Flecken auf einfarbigen Stoffen stärker auffallen.

Die richtige Raumtemperatur

Achte darauf, dass der Raum in der die Massage stattfindet, angenehm warm ist. Wenn deine Partnerin friert, kann er sich nicht richtig entspannen und die Berührungen genießen. Als aktiver Partner spürst du die Kälte wahrscheinlich weniger, da aber deine Liebste bei der erotischen Massage nackt auf dem Präsentierteller liegt und die Körpertemperatur bei einer Massage absinkt, sollte der Raum etwas höher als die Zimmertemperatur aufgeheizt werden. (etwa 25 Grad)

Zudem sollten die Körperteile, die nicht gerade massiert werden, nach Möglichkeit mit einem Handtuch oder Decke abdecken werden. (Auch die Füße, da sie oft frieren) Deine Liebste bleibt dadurch warm und beginnt nicht, unverhofft zu frieren, und es verleiht ihr eine gewisse Sicherheit, falls sie sich während der Massage zu „ausgeliefert“ fühlt.

(Bei Bedarf kann man als Unterlage eine Heizdecke verwenden. Nur sollte man diese mit einem Handtuch abdecken, um Flecken auf ihr zu vermeiden.)

Entspannende Hintergrundmusik

Mit entsprechender Musik kannst du eine erotisch-entspannte Atmosphäre schaffen und eventuell  störende Geräusche von außen übertönen. Wähle eine Musik aus, die sich nicht zu sehr in den Vordergrund spielt. Spiele keine Musikstücke mit Text! Instrumentalmusik ist am besten geeignet. Es gibt auch spezielle, eigens für die Massage konzipierte Musik. Bei Amazon.de findest du einige gute CD-Zusammenstellungen.

Kuschelige Beleuchtung

Um eine entspannte und sinnliche Atmosphäre zu schaffen, verzichte auf grelle Beleuchtung. Du brauchst nur genügend Licht, dass du sehen kannst, was du tust. Indirekte Lichtquellen wie Lampen mit Dimmfunktion oder Kerzen sind dabei am besten geeignet. Sie hüllen den Massagebereich in ein sanftes Licht und wirken sehr beruhigend und romantisch.

Alternativ eignen sich auch farbige Glühbirnen wie zum Beispiel rot. Das taucht den Raum in eine zartrosa Färbung und hüllt den Körper in ein schmeichelndes Licht. Ein sehr angenehmes und erregendes Bild für die Augen.

Ein Raum für die Massage

Eine wirklich gute erotische Massage erfordert einen bequemen Rückzugsort, an dem ihr beide die Außenwelt vergessen und sich auf die gemeinsame Zeit konzentrieren könnt. Es hilft deinem Partner, in die richtige Stimmung zu kommen und die Erfahrung möglichst voll auszukosten.

Der Raum deiner Wahl könnte das Schlafzimmer sein, das Wohnzimmer oder ein eigens dafür bestimmter Raum. Für die bequeme Liegeposition kannst du einen Massagetisch verwenden, aber vielleicht ist dir auch ein Bett oder der Fußboden lieber, falls dir danach der Sinn stehen sollte. Ein nicht zu weiches Bett, Sofa oder eine Matratze/Decke/Schaumgummimatte auf dem Boden sind ideal. Eine zu weiche Unterlage sollte es nicht sein, da sonst ein Großteil der Energie, die du für die Massage aufwendest, zu stark von Matratze absorbiert wird. (Zu hart sollte es natürlich auch nicht sein) Wichtig ist auch, dass zum Zudecken oder als Unterlage immer genügend frisch gewaschene Laken und Handtücher verfügbar sind.

Raumdüfte & Räucherstäbchen (nicht zwingend erforderlich)

Düfte sind betörend und können sehr gut die Tiefentspannung fördern. Verwende zum Beispiel eine Duftlampe, um während der Massage ätherische Öle im Raum zu verdunsten. Du kannst dieselbe Duftnote verwenden wie die deines Massageöls oder eine dazu passende. Du kannst aber auch Räucherstäbchen oder Duftkerzen verwenden. Somit verleihst du den Raum nicht nur eine angenehme Duftnote, sondern sorgst gleichzeitig für eine sanfte Beleuchtung.

[nextpage title=“Seite 3″]

Ein erotisches Massage Beispiel

Eine erotische Massage mit verbundenen Augen verkörpert ein Hauch von Nervenkitzel und Spannung. Besonders durch die geschlossenen Augen ist die Wahrnehmung der anderen Sinne deutlich geschärft, was die Berührungen am Körper verstärkt.

  1. Halte einige Dinge wie Federn, Seidenschals, Öl, Eiswürfel oder ein Pinsel parat. Experimentiere zwischendurch auch mit anderen Hilfsmitteln wie zum Beispiel mit einem Fellhandschuh.
  2. Mache es dir und deiner Partnerin gemütlich und kuschelig warm, mit vielen Kissen und Decken zum Drauflegen. Deine Partnerin sollte bis auf die Augenbinde nackt sein.
  3. Beginne mit Küssen und Streicheln. Gleite mit den Fingerspitzen vom Kopf bis hinunter zu den Füßen über den Körper deines Partners. Wieder vom Kopf ausgehend streichel dann über die Arme bis hinunter zu den Fingerspitzen. Streiche über die Brust und die Hüfte – und nimm andere Hilfsmittel dazu. Fahre mit einer Feder über die Haut oder lass einen Seidenschal über den Körper hinweggleiten.
  4. Streiche mit einem Eiswürfel über Ihre Haut. Träufel warmes Öl auf seine Brust und über den Bauch, und massiere es sanft ein. Wechsel zwischen beiden Methoden ab.
  5. Belasse es eine Weile beim Spiel, und gehe nicht gleich zum Sex über. Bewege dich haarscharf an der Grenze und nicht gleich zu den Genitalien, um die Spannung zu steigern.
  6. Sobald du die Spannung auf den Höhepunkt gebracht hast und dein Partner nach mehr verlangt, kannst du einen Schritt weitergehen und sie im Schritt mit deinen Fingern massieren.

Tipp:

Verwenden auch deine Lippen, Zunge, Haare, Brüste und was dir sonst noch einfällt, um deinem Partner Lust zu bereiten. Weitere Ideen: warmes Wasser oder Seifenblasen…